October Story 2026

Behlül und Duman, Whiskey Animal Rescue

Behlül and Duman, Whiskey Animal Rescue

Die Tierschützerin Ilknur:

„Ich möchte die Geschichte von Behlül erzählen – meinem ersten geretteten „Kind“. Behlül war das erste ersten geretteten „Kind“, das in mein Zuhause kam, und damit begann für mich ein ganz neues Leben.

Als ich Behlül traf, war er etwa 1,5 Jahre alt. Seine früheren Besitzer:innen hatten sich nicht um ihn gekümmert, ihn nicht versorgt und ihm keine Aufmerksamkeit geschenkt. Sie stellten ihn in den sozialen Medien zur Vermittlung ein. Als sich niemand meldete, erfuhr ich, dass sie ihn ins Tierheim bringen wollten. In diesem Moment wusste ich: Das darf nicht passieren. Ich sagte sofort zu und Behlül wurde zu mir gebracht.

Er war ein wunderschöner Kater. Doch sehr schnell zeigte sich, wie schlecht es ihm wirklich ging: Er hatte einen massiven Befall mit inneren Parasiten. Es war erschütternd. Ich ließ Behlül behandeln, wir kämpften uns gemeinsam durch diese Zeit, und von da an wurde er mehr als „nur“ ein gerettetes Tier: Behlül wurde Familie. Er war wirklich ein Teil unseres Hauses, unseres Alltags, unseres Herzens.

Behlül lebte viele Jahre an meiner Seite und wurde 15 Jahre alt. Er war nicht nur mein Begleiter, er war ein Ruhepol für alle um ihn herum. Er war wie ein Beschützer – und auf seine Weise auch wie eine Mutter und ein Vater für die vielen Katzen, die nach ihm kamen. In meinem Zuhause leben heute viele Tiere, und Behlül hat diese Familie geprägt. Er hat meinen Kindern Tierliebe beigebracht und auch ich habe durch ihn gelernt, was echte Nähe, Vertrauen und bedingungslose Liebe bedeuten.

Auf dem Foto liegt neben Behlül Duman. Duman fanden wir nach Behlül auf der Straße: krank, schwach und hilfsbedürftig. Wir ließen ihn behandeln, und auch er blieb bei uns. So wurden Behlül und Duman Teil derselben Geschichte: einer Geschichte von Rettung, Fürsorge und dem Willen, nicht wegzusehen.

Später kam die schlimmste Nachricht: Unterhalb der Niere wurde bei Behlül ein Lymphom festgestellt: Krebs. Ich habe alles versucht, um ihn am Leben zu halten. Ich habe gekämpft, gehofft, organisiert, behandelt, getragen. Aber die Krankheit kam plötzlich – und sie nahm meinen Jungen genauso plötzlich wieder mit.

Es war, als hätte man mir den Boden unter den Füßen weggezogen. Behlül war für mich nicht „einer von vielen“. Jeder Verlust tut weh; jedes einzelne Tier, das wir verlieren, hinterlässt Trauer. Aber Behlül hatte einen Platz in meinem Herzen, der anders war. Ich habe noch nie ein Tier erlebt, das so besonders war wie er. Behlül konnte mit seinen Augen sprechen. Wenn ich traurig war, kam er zu mir. Wenn ich weinte, war er da, als würde er meine Tränen verstehen. Er suchte meinen Hals, schmiegte sich an mich, hielt mich fest – als wollte er sagen: „Ich bin da.“ Und er war immer bei mir. Er schlief neben mir, jeden Tag.

Er schlief auf meinem Kopfkissen, ganz nah bei meinem Gesicht. Fünfzehn Jahre lang war dieses Kissen sein Platz und als ich ihn begraben musste, habe ich ihn in dieses Kissen gelegt. Ich habe ihn darin eingewickelt und so beerdigt. Damit ein Teil von mir bei ihm bleibt. Damit er nicht allein ist.

Behlül ist unvergesslich: Eine Liebe, die bleibt. Eine Wunde, die sich nie ganz schließen wird. Ihn im Kalender zu sehen, macht mich wirklich glücklich – weil es bedeutet, dass seine Geschichte weiterlebt und dass sein Platz in dieser Welt sichtbar bleibt.

🐾 Katzen wie Behlül und Duman werden mit Ihrer Hilfe gerettet.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung.

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